Knapp 400 Radfahrer auf deutschen Straßen gestorben
Tödliche Unfälle

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Unfälle mit Fahrradfahrern. Dabei kamen 396 Menschen ums Leben. Bild: dpa
Auf Deutschlands Straßen sind im vergangenen Jahr 396 Fahrradfahrer bei Unfällen ums Leben gekommen, das entspricht 12 Prozent aller Verkehrstoten. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, wurden 77 900 Fahrradfahrer verletzt, davon 14 500 schwer. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der tödlich verunglückten Radler um 42, die der verletzten um etwa 6000.

Die Zahl der Verletzten dürfte nach Einschätzung von Siegfried Brockmann, Unfallforscher der Versicherer, noch wesentlich höher liegen. Nicht von jedem Unfall mit verletzten Radfahrern erfahre die Polizei, und viele Betroffene behandelten eine Schramme selbst. Brockmann geht davon aus, dass die Zahl der verletzten Radfahrer vier Mal höher ist als in der amtlichen Statistik ausgewiesen.

Dass im vergangenen Jahr über die Hälfte (57 Prozent) der tödlich verunglückten Radfahrer 65 Jahre und älter war, ist aus der Sicht des Unfallforschers keine Überraschung. Verletzungen, die bei einem jungen Menschen verheilen, seien bei alten häufig tödlich. Ein Helm sei für Senioren noch wichtiger als für alle anderen.
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