Knobloch: "Mia san auch Mia"

Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München, überreichte am Mittwoch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Ohel-Jakob-Medaille. Knobloch würdigte den CSU-Chef als "wehrhaften Demokraten". Für seine Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft und den kämpferischen Einsatz gegen Feinde der Verfassung gelte es zu danken. Seehofer sagte, die Auszeichnung erfülle ihn seinerseits "mit Demut und Dankbarkeit". Jüdische Kultur und Lebensweise seien "unverzichtbarer Teil uns
Anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) hat die Präsidentin Charlotte Knobloch ein selbstverständliches jüdisches Leben in Deutschland gefordert. Es sei an der Zeit, das Ende des verheerenden Kreislaufs von Ansiedelung, Vertreibung, Vernichtung und Neubeginn zu besiegeln. "Lassen Sie uns gemeinsam eine anhaltende Blütezeit erleben", sagte Knobloch bei einem Festakt am Mittwochabend in München, bei dem auch an die Wiedergründung der Gemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg am 15. Juli 1945 erinnert wurde. Jüdisches Leben sei hier tief verwurzelt und Bayern sei die beste und sicherste Heimat für Juden in Europa. "Um es mit anderen Worten zu sagen: Mia san auch Mia", betonte Knobloch.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wurde im Rahmen der Feier mit der Ohel-Jakob-Medaille geehrt, der höchsten Auszeichnung der IKG. Als wehrhafter Demokrat wisse Seehofer, dass eine liebenswerte Heimat keinerlei Antisemitismus oder Fremdenfeindlichkeit ertrage, erklärte Knobloch.
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