"Königsteiner Schlüssel"
Hintergrund

Wer als Flüchtling nach Deutschland kommt, muss sich registrieren lassen. Meistens passiert das in der nächstgelegenen Erstaufnahmeeinrichtung im jeweiligen Bundesland. Die Verteilung auf die Länder geschieht dann nach dem "Königsteiner Schlüssel". Grundlage für dessen Berechnung sind Bevölkerungszahl (ein Drittel) und Steuereinnahmen (zwei Drittel). Die Quote wird von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz jährlich neu ermittelt. Die weitaus meisten Flüchtlinge kommen derzeit im Freistaat an, nach dem "Königsteiner Schlüssel" nimmt am Ende aber Nordrhein-Westfalen die meisten Flüchtlinge auf - gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Die niedrigsten Quoten haben Bremen, das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern.

Aufgrund des hohen Flüchtlingsandrangs hat im Moment jedoch nicht jedes Land genügend freie Plätze für die vielen Menschen, die es nach dem regulären Schlüssel aufnehmen müsste. Der Bund will deshalb jetzt "Wartezentren" für ankommende Flüchtlinge einrichten und sie von dort aus verteilen. Den "Königsteiner Schlüssel" gibt es seit 1949: Die Bundesländer einigten sich damals im hessischen Königstein auf einen Schlüssel zur Finanzierung von Forschungseinrichtungen außerhalb der Universitäten. Das Instrument wird inzwischen aber auch für andere Fragen rund um die Lastenverteilung unter den Ländern genutzt. Seit Anfang 2005 dient der Schlüssel als Basis für die Verteilung von Asylbewerbern. (dpa)

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Weitere Antworten zum Thema:

http://www.oberpfalznetz.de/asylbewerber

Zitate

"Ich habe es nicht gesehen. Nicht, weil die Kanzlerin im Fernsehen war, sondern das liegt daran, dass ich meine Freizeit - wie Ihnen bekannt ist - nicht mit dem Fernsehen verbringe."

CSU-Chef Horst Seehofer auf die Frage, ob er das Interview von Anne Will mit Kanzlerin Angela Merkel gesehen habe.

"Einfach sagen: 'Wir haben Völkerwanderung und kriegen das hin' - das wird nicht gelingen."

Horst Seehofer
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