Kosovo soll nicht "ausbluten"

Die Regierung des Kosovo will nach Angaben von Bayerns Europaministerin Beate Merk (CSU) die Ausreisewelle aus dem Balkanland stoppen. Regierungschef Isa Mustafa wolle verhindern, "dass sein Land ausblutet", sagte Merk am Donnerstag nach einem Gespräch mit dem Premierminister in der Hauptstadt Pristina.

Seit Herbst haben Zehntausende Kosovaren das wirtschaftlich darniederliegende Land verlassen. Allein von Dezember auf Januar hat sich die Zahl der Asylbewerber aus dem Kosovo verdoppelt. An manchen Tagen stellen Kosovaren 80 Prozent der Neuankömmlinge.

Die Bundesregierung schickt Bundespolizisten an die serbisch-ungarische Grenze, um den Andrang von Flüchtlingen einzudämmen. 20 Beamte sollen ab sofort bei der Sicherung der Grenze helfen. Der Chef des Bundesamts für Migration, Manfred Schmidt, forderte zügigere Abschiebungen. Die Asylanträge aus dieser Region würden zu 99,9 Prozent abgelehnt, sagte er. (Seite 5)
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