Kräne heben Schiffswrack

Nach der schlimmsten Schiffskatastrophe in China seit Jahrzehnten ist das Wrack auf dem Jangtse mit Kränen gedreht und aufgerichtet worden. Aller Voraussicht nach sind 442 der 456 Menschen an Bord des Touristenschiffes "Stern des Orients" ums Leben gekommen. Das 2200 Tonnen schwere Schiff wurde langsam aus dem Wasser gehoben, um die Suche nach den Leichen im Rumpf zu erleichtern. Am Freitagnachmittag Ortszeit schauten zwei Decks aus dem Wasser heraus.

Die "Stern des Orients" war am Montagabend bei Jianli in der zentralchinesischen Provinz Hubei im Sturm gekentert. Unter den Opfern waren meist ältere Touristen, die auf einer elftägigen Tour waren. Die Bergungsarbeiten an dem zunächst kieloben in 15 Meter tiefem Wasser liegenden Schiff waren zuvor nur langsam vorangekommen. Das Jangtse-Wasser ist trübe, Taucher konnten kaum etwas sehen. Am Donnerstag kamen die Einsatzkräfte zu dem Schluss, dass niemand mehr überlebt haben dürfte. So entschieden sie sich, das Schiff aufzurichten, um die Bergung zu erleichtern.
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