Kräuter- und Naturführerin: Daniela Reisch im Interview
Augen auf für die Natur!

Raus in die Natur statt immer nur vor dem Rechner sitzen. Abenteuer im Wald erleben statt in virtuellen Welten. Wissen, welche Kräuter welche Wirkungen haben, statt gleich bei jedem Schnupfen zu Antibiotika zu greifen... Eine Natur- und Kräuterführerin erzählt uns von ihrer Passion.

Welche Ausbildung (Naturführerin, Kräuterführerin...) haben Sie und wie lange hat die Ausbildung gedauert?

Eine ganze Menge. 1. eine Jagd- und Falknerausbildung (2004) - und damit war der Grundstein in Naturwissen gelegt. Seitdem bin ich aktive Jägerin.

2. habe ich 2008 eine Ausbildung zur Zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin angeschlossen. Im gleichen Jahr habe ich mich als Naturführerin selbstständig gemacht.

3. verfüge ich auch über eine Ausbildung zur Zertifizierten Kräuterpädagogin. Die Abschlussprüfung bestand unter anderem aus dem Anfertigen eines individuellen Herbariums mit mindestens 30 Pflanzen. In meinem Fall war das ein "Märchenhaftes Herbarium" mit gezeichneten Pflanzen im Kontext eines Märchens bzw. einer Sage. Schließlich habe ich 4. auch noch die Ausbildung zur Zertifizierten Gesundheitswanderführerin. Gesundheitswanderungen kombinieren Wandern mit ausgesuchten Fitnessübungen. Als Kursprogramm ist das ab Frühling 2015 über die Volkshochschule Amberg-Sulzbach buchbar.

Welchen Aspekt finden Sie bei Ihrer Aufgabe besonders spannend?

Die Abwechslung. Kein Tag und keine Führung sind gleich oder vergleichbar. Eine Waldführung für eine Grundschulklasse muss anders aufgebaut sein als zum Beispiel eine für den Kneip-Verein oder für einen Firmenausflug.

Warum haben Sie die Ausbildung begonnen?

Zur Naturführerin: um mich selbstständig zu machen und zu lernen, wie man gute Führungen konzipiert. Zur Kräuterpädagogin: Ich wollte erforschen, welche vergessenen Geheimnisse in heimischen Wildkräutern stecken.

Was würden Sie gerne mal erleben?

Einen Wanderurlaub durch die Wälder der Karpaten. Das sind die letzten Urwälder Europas - und die stehen kurz davor, der Holzindustrie Rumäniens zum Opfer zu fallen.

Auf welchen Aspekt Ihrer Arbeit legen Sie besonderen Wert?

Augen öffnen für die Wunder unserer Natur und Begeisterung wecken. Denn nur, was wir kennen und lieben, sind wir bereit zu schützen.

Wie lange dauert es, bis eine Führung fertig konzipiert ist?

Lange. Die Führung ist die Spitze vom Eisberg, die Kür. Als Faustregel gilt: Eine zweistündige Führung benötigt mindestens zwei Stunden Vorbereitung in Form von Ablaufen, Recherche, Zusammenstellen von Unterlagen, Bildern, Material und Kostproben (bei Kräuterführungen). Eine Tageswanderung oder ein Kräuter-Workshop brauchen mindestens einen ganzen Tag Vorbereitung.

Wie viele verschiedene Angebote machen Sie?

Geführte Wandererungen, Kräuterspaziergänge & Kräuterworkshops, Märchenwanderungen, Umweltbildung an Schullandheimen (unter anderem mit Exkursionen, Orientierungsläufen...) und das Projekt "FRECHDACHSE!!".

Wo finden sich im www Ihre Angebote?

Unter www.dienaturfuehrerin.de
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