Krebskranker Bischof will vor Missbrauchskommission aussagen
"Das Gute und das Schlechte"

Der unheilbar an Krebs erkrankte katholische Bischof Geoffrey Robinson will der staatlichen australischen Missbrauchskommission mitteilen, was er über den Umgang der Kirche mit Missbrauchsfällen wisse - "das Gute und das Schlechte".

"Besser, sie nehmen meine Aussage jetzt auf, als dass sie warten", sagte der 78-Jährige dem australischen Sender ABC am Sonntag. Robinson, von 1984 bis zu seiner Bitte um vorzeitige Entpflichtung 2004 Weihbischof in Sydney, war als Mitglied und Leiter des bischöflichen Komitees für berufliche Standards unter anderem für die Reaktion auf Missbrauchsklagen verantwortlich.

Zwischen 1994 und 2003 spielte er eine Schlüsselrolle in der kircheninternen Aufklärung des Missbrauchsskandals. 2002 appellierte er an Papst Johannes Paul II., eine weltweite Untersuchung in der Kirche auf den Weg zu bringen. Anders ließen sich notwendige Reformen für eine wirksame Prävention sexuellen Missbrauchs nicht durchsetzen, argumentierte Robinson.

Zuvor äußerte er die Auffassung, wenn die Hälfte der Priester Frauen wären, gebe es weniger sexuelle Übergriffe und eine bessere Reaktion auf Missbrauchsfälle.
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