Krisensitzung auch in Madrid
Kurz notiert

Madrid.(dpa) Das klare Nein der Griechen zu den Sparvorschlägen der Gläubiger hat im früheren Krisenland Spanien hohe Wellen geschlagen. Der konservative Ministerpräsident Mariano Rajoy berief am Montag in Madrid eigens eine Dringlichkeitssitzung der Kommission für Wirtschafts- Angelegenheiten ein. Nach der Sitzung bekräftigte Wirtschaftsminister Luis de Guindos, die Lage in Spanien sei mit derjenigen in Griechenland "überhaupt nicht zu vergleichen". Die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone wachse um vier Prozent jährlich. Der Chef der linken Protestpartei Podemos, Pablo Iglesias, feierte den Ausgang des Referendums als Sieg der Demokratie.

Portugals Linke sorgt sich um Athen

Lissabon.(dpa) Im einstigen Euro-Krisenland Portugal hat Oppositionsführer António Costa gewarnt, die Griechen aus der Euro-Zone zu drängen. "Man muss die souveräne Entscheidung des griechischen Volkes respektieren", forderte der Chef der Sozialistischen Partei (PS) am Montag in Lissabon. Es sei "absolut inakzeptabel", die Ablehnung der Sparvorschläge als Wunsch zu interpretieren, der Euro-Zone nicht mehr angehören zu wollen.
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