Künftig fünf Personen: CSU-Chef Horst Seehofer stellte Stellvertreterriege neu auf
Strammstehen für Seehofer

CSU-Parteichef Horst Seehofer präsentierte seine neuen Stellvertreter (von links): Christian Schmidt, Manfred Weber, Angelika Niebler, Ministerpräsident Horst Seehofer, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Kurt Gribl und Generalsekretär Andreas Scheuer. Bild: dpa
Im Nachhinein erweist es sich als Glücksfall, dass die schon im Sommer geplante Vorstellung der designierten CSU-Parteivizes wegen dringender Termine des Chefs in Berlin hatte ausfallen müssen.

Das Gruppenfoto mit Horst Seehofer wäre dann nämlich unvollständig. Denn in den vergangenen Wochen ist im CSU-Vorsitzenden der Entschluss gereift, seine Stellvertreterriege auf fünf Personen aufzustocken - "so wie das in anderen großen Parteien auch der Fall ist". Nein, nachstehen mag Seehofer der CDU und der SPD nicht. Deshalb werden sich auf dem Parteitag im November neben der alt gedienten Landtagspräsidentin Barbara Stamm und dem seit vier Jahren als Vize amtierenden Bundesagrarminister Christian Schmidt auch die Europa-Abgeordneten Manfred Weber und Angelika Niebler sowie als überraschender Fünfter der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl zur Wahl stellen.

Alle freuen sich auf den neuen Job. Dabei war es dereinst Horst Seehofer, der den schönen Satz prägte: "Die Hundehütte ist für den Hund, der Parteivize ist für die Katz." In der 1990er Jahren war das, als Edmund Stoiber die unumstrittene Lichtgestalt der CSU war. Aber die Zeit habe sich in der CSU "total verändert", betont Seehofer nun. Noch nie sei die Bedeutung der Stellvertreter und auch deren Verantwortung so groß gewesen wie heute. Von der will Seehofer einiges an die Neuen abtreten.

Der Chef will sie in sein "Strategieteam" zur Vorbereitung der Wahljahre 2017 und 2018 berufen. Wichtige Jahre würden das für die Zukunft der Partei, da wolle er sich nicht alle Last auf die eigenen Schultern bürden. "Die großen Linien und die großen Weichenstellungen" sollen in dem Gremium besprochen werden, erläutert Seehofer - auch Personalfragen. Insofern ist es interessant, dass Seehofers potenzielle Nachfolger Markus Söder und Ilse Aigner zumindest keine ständigen Mitglieder des etwa zehn Personen umfassenden Teams sein werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Markus Söder (1507)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.