Künftig soll Doppelspitze aus Wagenknecht und Bartsch die Linke-Fraktion führen
Gregor Gysi nimmt seinen Hut

Auf Gregor Gysi sollen Sahra Wagenknecht (45) und Dietmar Bartsch (57) folgen. Bilder: dpa
Nach einem Vierteljahrhundert in der ersten Reihe der deutschen Politik zieht sich Linke-Fraktionschef Gregor Gysi zurück. Beim Bundesparteitag in Bielefeld kündigte der 67-Jährige am Sonntag an, den Posten im Herbst aufzugeben. "Ich werde nicht erneut kandidieren, da die Zeit gekommen ist, den Vorsitz unserer Fraktion in jüngere Hände zu legen." Die gut 450 Delegierten feierten Gysi nach seiner emotionalen Rede mit mehr als zehnminütigem Applaus.

Die derzeit stärkste Oppositionspartei wird demnächst vermutlich wieder von einer Doppelspitze geführt. Als mögliche Nachfolger gelten die Wortführerin des linken Flügels, Sahra Wagenknecht (45), und der Reformer Dietmar Bartsch (57), beide bislang Gysis Stellvertreter. Gysi will bis 2017 Bundestagsabgeordneter bleiben. Insgesamt war der Parteitag von Abgrenzung zu SPD und Grünen geprägt. Gysi dagegen verlangte von seiner Partei, mit Zugeständnissen Rot-Rot-Grün zu ermöglichen.
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