Kugel der bulgarischen Polizei trifft Flüchtling - Ungarn schließt Grenze zu Kroatien
Tod an der Grenze zur EU

Die bulgarische Polizei hat im Grenzgebiet zur Türkei einen Flüchtling getötet. Das bulgarische Staatsfernsehen berichtete nach einer Obduktion der Leiche durch Gerichtsmediziner, der Mann sei von einem Querschläger getroffen worden. Der Warnschuss eines bulgarischen Grenzpolizisten sei zunächst gegen die Kolonne einer Brücke geprallt. Dann traf der Querschläger den Mann am Hals, wie es in dem Bericht weiter hieß. Große Wunden, wie bei einem direkten Schuss, gebe es nicht. Es dürfte nach bisherigen Erkenntnissen der erste derartige Fall in der Europäischen Union sein. Das Opfer gehörte demnach zu einer Gruppe von 54 Migranten vermutlich aus Afghanistan, die am Donnerstagabend bei Sredez gestellt wurden, etwa 30 Kilometer hinter der türkischen Grenze. Die Gruppe habe Widerstand geleistet, sagte am Freitag der Hauptkommissar im Innenministerium, Georgi Kostow. Ungarn sperrt ab Samstag seine rund 300 Kilometer lange Grenze zum EU-Nachbarland Kroatien, um die ungehinderte Einreise von Flüchtlingen zu verhindern. Das gab Außenminister Peter Szijjarto am Freitag bekannt. Damit wird der Flüchtlingsstrom über die Balkanroute unterbrochen. Tausende dürften sich Wege über Slowenien suchen. (Seite 2)
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