Kunst, Musik und Sport auf Englisch

Die Staatsregierung testet die zweisprachige Grundschule in Deutsch und Englisch. Insgesamt 21 Schulen werden ab dem kommenden Schuljahr an dem vierjährigen Pilotversuch teilnehmen. In Kunst, Musik und Sport wird der Unterricht auf Englisch abgehalten - sowie "an geeigneter Stelle" auch in anderen Bereichen. Die Teilnahme ist freiwillig, die Eltern können selbst entscheiden, ob ihre Kinder mitmachen sollen oder nicht, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte.

Initiator ist Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich. Der Münchner CSU-Politiker nannte nach der Auftaktveranstaltung in Augsburg mehrere Gründe für den Schulversuch: "Wir haben immer mehr Kindergärten, die zweisprachige Angebote machen." Bisher könnten die Kinder das in der Grundschule nicht fortsetzen. "Die Nachfrage in den Kindergärten zeigt, dass die Nachfrage bei den Eltern da ist."

Eisenreich begründete seinen Vorstoß aber vor allem mit dem Nutzen für die Kinder: Wer Sprachen lerne, lerne zu differenzieren und tue sich später in vieler Hinsicht leichter - "der wird auch besser in Deutsch", sagte Eisenreich. Die Vorstellung, dass das frühe Lernen einer Fremdsprache zulasten der Muttersprache gehe, sei falsch. Am Deutschunterricht als Kernaufgabe der Grundschule soll nicht gerüttelt werden.
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