Kunstgenuss bis Mitternacht lockt wieder Tausende
Lange Nacht der Genießer

Bild: Gerhard Götz
Weiden. (ps) Ruhe herrscht am Freitagabend nur in einem einzigen Raum des Kunstbaus Weiden: voller Konzentration fertigen Mädchen und Buben hier Linoldrucke an. Die Erwachsenen dagegen sorgen für lebhaftes Stimmengewirr: im Saal nebenan und an den 48 weiteren Stationen von Kunstgenuss bis Mitternacht.


Dabei haben die Weidener und ihre Gäste wieder mal enormes Glück. Zehn Minuten vor dem Start des Großereignisses hört der Regen auf. Beste Voraussetzungen also für den gewohnten Ansturm. Und der lässt angesichts der milden Außentemperaturen nicht auf sich warten. Selbst um 22 Uhr zeigt das Thermometer noch elf Grad. Kein Wunder, dass die Kunstgenießer da gerne mal eine Pause einlegen und in einer der Kneipen am Unteren Markt Kraft tanken für die nächste Runde - im Freien natürlich.

Kurze Verschnaufpause

Denn trotz des Kultour-Busses, in dem die Turmschreiber mit ihren Lesungen für beste Unterhaltung sorgen, werden die Füße bei der Tour durch die Attraktionen in der Innenstadt ziemlich strapaziert. Noch dazu, wenn einen die Trommelwirbel der "Jalapenos Percussion" vom Hocker reißen. Und das passiert nicht wenigen, die es sich gegen 21 Uhr beim Alten Eichamt bequem gemacht haben. Die temperamentvolle Truppe aus Amberg - mit Musikern aus der ganzen Oberpfalz - zieht seit der Eröffnung durch die Altstadt und heizt den Zuhörern ein.

Überhaupt: Musik wird an vielen Kunstgenuss-Stationen geboten. Auch bei der Familie Leschka, die heuer für ein Novum sorgt: Sie öffnet ihr Privathaus für das Publikum, zeigt die Werke des verstorbenen Architekten Klaus Leschka und seines Großvaters Heinrich Wening in Treppenhaus und Garten. Dazu gibt es - neben Brot und Wein - auch noch Musik von vier Gruppen, die sich im Carport abwechseln.

Ein Angebot, das viele Besuchern gerne annehmen. Hier wie an allen anderen Stationen des Kunstgenuss', an denen eben keine Ruhe herrscht.

Bilder von Gerhard Götz.
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