Länder veranschlagen je Asylbewerber 12 500 bis 14 000 Euro und fordern mehr als fünf ...
Kosten für Flüchtlinge laufen aus dem Ruder

Die Länder fordern angesichts steigender Flüchtlingszahlen vom Bund mehr als fünf Milliarden Euro zur Entlastung bei den Unterbringungskosten. Das geht nach Angaben aus den Ländern aus einem Positionspapier für das Spitzentreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten sowie den Kommunalverbänden am Donnerstagabend in Berlin hervor. Darin würden pro Asylbewerber Kosten von etwa 12 500 Euro veranschlagt. Bei in diesem Jahr von den Ländern erwarteten 450 000 Asylbewerbern würde dies bei voller Übernahme der Kosten Zahlungen des Bundes von 5,6 Milliarden Euro bedeuten, heißt es den Angaben zufolge. An anderer Stelle war auch von 14 000 Euro je Asylbewerber die Rede. Länder und Kommunen pochen seit längerem auf mehr Geld für die Unterbringung von Flüchtlingen und eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an den steigenden Kosten. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ging zuletzt davon aus, dass bis Jahresende mehr als 400 000 Asylanträge gestellt würden. Das wären doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Ein Korrektur nach oben ist möglich. Merkel sowie mehrere Bundesminister wollten am Abend mit den 16 Ministerpräsidenten und den Chefs der kommunalen Spitzenverbände das weitere Vorgehen beraten. Am umstrittensten sind die Finanzen. Angestrebt wird auch, die Asylverfahren zu verkürzen und die Integration in Ausbildung und Arbeit zu erleichtern. Offiziell dient der Termin der Vorbereitung des Flüchtlingsgipfels kommende Woche.
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