Landesbischof Bedford-Strohm fordert neue Sichtweise
Alter ein Gewinn

Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm fordert eine neue Sichtweise auf das Thema Altsein. Es sei zu kurz gedacht, Alter primär mit Pflege und "etwas im Sinne eines Defizits" zu assoziieren. "Von diesem Defizitdenken müssen wir wegkommen", sagte der Bischof am Montag zum Auftakt der Frühjahrstagung der evangelischen Landessynode in Bad Wörishofen im Allgäu.

Im Zentrum des viertägigen Treffens des Kirchenparlaments steht das Thema "Alter neu sehen". Auch über Sterbehilfe soll diskutiert werden. Außerdem stehen Beratungen über Kirchengesetze auf dem Programm.

Das Kirchenparlament will sich ein Bild davon machen, wie alte Menschen heute in der Stadt und im ländlichen Raum leben und wie man ihnen in der Kirche und in der Gesellschaft begegnet. Dazu wollen die Kirchenvertreter verschiedene Einrichtungen in der Region besuchen - unter anderem eine ambulante Palliativversorgung und ein Mehrgenerationenhaus.

Nach Auffassung Bedford-Strohms, der auch Vorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, wird viel zu wenig gesehen, welch' "riesengroßes Potenzial" älter werdende Menschen haben. Mit viel Kraft und Gestaltungswillen starteten sie nach dem Berufsleben in den neuen Lebensabschnitt. "Wir als Kirche wollen ein Ort sein, wo sie ihre Kraft entfalten können.
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