Landeskomitee der Katholiken tagt in Regensburg
Grundsätze behüten

Die von vielen Katholiken gewünschte Öffnung der Kirche für Lebenspartnerschaften außerhalb der Ehe wird es nach Meinung des Vorsitzenden des Landeskomitees der Katholiken in Bayern nicht geben. Bei der weltweiten Bischofssynode im Herbst erwarte er keine grundlegenden Veränderungen, sagte der Vorsitzende des Laiengremiums, Albert Schmid, am Freitag in Regensburg. "Meine Prognose ist: Die Unauflöslichkeit der Ehe wird bekräftigt." Gleichgeschlechtliche Ehen ließen sich mit dem naturrechtlichen Verständnis der katholischen Kirche nicht vereinbaren.

In der Domstadt diskutiert das Landeskomitee bei der zweitägigen Frühjahrsvollversammlung bis Samstag vor allem über Flüchtlinge und Migration. "Seit Jahren hat die Politik hier auf ganzer Ebene erbärmlich versagt", betonte Schmid. Er war von 2000 bis 2010 Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Jahrelang habe es in Europa nur politische Abwehrmaßnahmen statt Hilfestellungen gegeben. Insbesondere die italienische Regierung unter Silvio Berlusconi habe sich herzlos verhalten.

Schmid forderte einen Sieben-Punkte-Plan zur Lösung der Flüchtlingsproblematik. "Dazu gehört eine Aufklärung in den Herkunftsländern der Flüchtlinge, was in Europa möglich ist und was nicht." Zudem müssten sichere Wege nach Europa benannt werden. Neben einer fairen Lastenverteilung innerhalb der EU sei die Bekämpfung der Armut der Schlüssel für die Lösung, betonte Schmid.
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