Landkreise übernehmen Kosten für Unterbringung
Flüchtlingshilfe: Kirche holt sich Geld

Katholische Bischöfe treffen sich in dieser Woche in Freising.
Die bayerischen Bistümer lassen sich einem Zeitungsbericht zufolge die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen in kirchlichen Einrichtungen weitgehend erstatten. Wie der "Münchner Merkur" (Samstag) berichtet, werden die Mietkosten für Wohnungen und Häuser in der Regel vom jeweiligen Landkreis übernommen.

Der Sprecher des Erzbistums München und Freising, Bernhard Kellner, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur diese Praxis und sprach von einem "normalen Verfahren". Er verwies darauf, dass dies für andere kirchliche Träger genauso gelte wie für private Träger. Insgesamt stelle das Erzbistum rund 1000 Plätze für Flüchtlinge bereit. 200 Plätze davon würden sogar weitgehend kostenlos zur Verfügung gestellt. Dort würden lediglich Betriebskosten abgerechnet, es werde aber keine Miete verlangt, betonte der Sprecher.

Die Flüchtlingskrise beschäftigt die bayerischen Bischöfe auch bei der Herbstvollversammlung von Dienstag bis Donnerstag auf dem Freisinger Domberg. Dort beraten die Bischöfe darüber, wie in kirchlichen Einrichtungen weitere Migranten untergebracht werden können. Vor allem die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge liegt ihnen dabei am Herzen.
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