Landtagsfraktion vergibt Wilhelm-Hoegner-Preis
SPD ehrt DGB

Die SPD sucht die Nähe zu den Gewerkschaften: Die SPD-Landtagsfraktion hat den DGB mit dem Wilhelm-Hoegner-Preis geehrt. Der bayerische Landeschef Matthias Jena nahm die Auszeichnung am Sonntag bei einer Feierstunde in München stellvertretend entgegen. SPD und Gewerkschaften kämpften seit eineinhalb Jahrhunderten gemeinsam für die Arbeitnehmerrechte, sagte Fraktionschef Markus Rinderspacher vorab. "Für uns ist es wichtig, deutlich zu machen, dass alte Liebe nicht rostet."

Rinderspacher nannte die Durchsetzung des Mindestlohns als Beispiel. "Allein in Bayern profitieren davon 224 000 Vollzeitbeschäftigte." Das seien 6,6 Prozent der 3,4 Millionen Arbeitnehmer im Freistaat. Bayerische SPD und DGB hatten sich im Streit um die Hartz-Reformen der früheren rot-grünen Bundesregierung entfremdet, inzwischen nähern sie sich aber wieder an.

Der Wilhelm-Hoegner-Preis ist nach dem 1980 gestorbenen SPD-Politiker und zweimaligen Ministerpräsidenten benannt, der einmal kurz im Jahr 1945 und ein zweites Mal als Chef einer Viererkoalition von 1954 bis 1957 amtierte. Hoegners bedeutendstes Vermächtnis ist die bayerische Verfassung, die ganz wesentlich auf seine Vorarbeit zurückgeht.
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