Lauge entwichen: Hamburger Umweltbehörde ermittelt
Chemieunfall mit Verletzten

Nach einem Chemieunfall in einem Hamburger Gewerbegebiet wird klarer, warum eine stark ätzende Lauge ausgetreten ist. Es sehe danach aus, dass Überdruck an einem Sicherheitsventil eines Tanks dazu geführt habe, sagte ein Sprecher der Umweltbehörde am Freitag. Das Amt beaufsichtigt die Chemiefirmen in der Stadt.

Nach dem Unfall am Donnerstagabend waren 20 Verletzte vorübergehend in Krankenhäuser gekommen, wie ein Feuerwehrsprecher am Freitag berichtete. Zwei von ihnen wurden stationär aufgenommen, hieß es bei der Polizei. Eine dritte Verletzte - eine Polizistin - sei über Nacht zur Beobachtung in der Klinik geblieben. Mehr als 100 Gäste eines Hotels in der Nähe der Firma sowie Menschen in der Nachbarschaft des Betriebs wurden in Sicherheit gebracht. Insgesamt hatten laut Feuerwehr 48 Menschen nach dem Austritt der ätzenden Lauge über Reizungen der Atemwege oder der Augen geklagt.

Die mit Wasserdampf vermischte starke Lauge war aus einem Tank ausgeströmt, was einen Großeinsatz der Rettungskräfte auslöste. Die Firma produziert Zusätze für die Schmierstoffindustrie. Die ausgetretene Lauge werde zur Reinigung metallischer Oberflächen eingesetzt, sagte der Feuerwehrsprecher. Schätzungen zufolge sei etwa eine Tonne ausgetreten, ergänzte der Sprecher.
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