Lavaströme bedrohen Siedlung

Der erste Ausbruch des Vulkans Fogo nach 19 Ruhejahren bedroht im nordwestafrikanischen Inselstaat Kap Verde eine Ortschaft mit etwa 1000 Einwohnern. Ministerpräsident José Maria Neves sprach von einer "Katastrophenlage" und warnte, die Siedlung Chã das Caldeiras auf der kleineren Insel Fogo (Deutsch: "Feuer") könne "völlig zerstört werden". Er wollte deshalb noch am Freitag bei den Vereinten Nationen Hilfe beantragen.

Bei einer Teilevakuierung der Ortschaft seien Frauen, Kinder und ältere Männer in Sicherheit gebracht worden. Der Zivilschutz sei im Einsatz. Der Vulkan auf dem 2829 Meter hohem Berg Pico de Fogo spuckt seit Sonntag Asche, Rauch und Lava. Die Lavaströme hätten bereits eine Länge von rund vier Kilometern erreicht, berichtete die Zeitung "A Nação" am Freitag unter Berufung auf zu Hilfe gerufene Experten von den Kanarischen Inseln (Spanien).
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