Lavastrom bahnt sich Weg durch Wohngebiet

Ein rotglühender Lavastrom frisst sich langsam durch die grüne Landschaft von Hawaii. Für die Bewohner der kleinen Ortschaft Pahoa ist er eine bedrohliche Gefahr: Am Dienstag hat die Lava aus dem Vulkan Kilauea den Ortsrand erreicht und ist mehrere Meter auf ein Grundstück vorgedrungen, wie die Behörden mitteilten. Der Strom bewegt sich laut Bezirksleitung von Hawaii im Schnitt mit einer Geschwindigkeit von fünf bis neun Metern pro Stunde. Mehrere Häuser sind von der Zerstörung bedroht.

Einige der rund 950 Einwohner haben die Gemeinde bereits verlassen. Die Menschen wurden aufgefordert, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Manche wollen bis zuletzt ausharren. Charlene Ewing, Besitzerin eines Cafés in Pahoa, sagte dem Lokalsender KITV4: "Wir haben so lange geöffnet, bis der Rauch kommt." Der über 1200 Meter hohe Kilauea liegt auf Big Island im Vulkan-Nationalpark des 50. US-Bundesstaates. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Erde. Viele der Lavaströme fließen allerdings durch unbewohnte Gebiete in den Pazifik. Der über 1000 Grad heiße und an seiner Spitze rund 50 Meter breite Strom, der den Ort Pahoa bedroht, ist seit Ende Juni auf dem Vormarsch. Er legte nach Angaben der Wissenschaftler des Hawaiian Volcano Observatoryseither mehr als 20 Kilometer zurück.
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