LBV erwirbt weiteres Grundstück im Klingenbachtal bei Kohlberg
Biotopverbund dient Artenschutz

Kohlberg. (jml) Der LBV (Landesbund für Vogelschutz) hat im Klingenbachtal ein zweites Grundstück, Größe 8620 Quadratmeter, erworben.

Es liegt im Anschluss an den bereits vor einigen Jahren erworbenen Auenbereich im östlichen Quellgebiet. Damit sicherte sich der LBV im Markt jetzt 2,4 Hektar Fläche für den Artenschutz. Im Landkreis Neustadt sind es gesamt 104 Hektar. Weitere geeignete Flächen für Amphibienschutz-Maßnahmen werden gesucht.

Als Biotopverbund können sich die Streuobstwiese, das angrenzende OWV-Gelände nun mit dem daneben liegenden LBV-Grundstück und der neuen Fläche zur naturnahen Zone entwickeln. Vor allem für Feuersalamander ist das Gelände äußerst wertvoll. Etliche Quellbereiche mit sauberem, kaltem Wasser sind für Laichgumpen bestens geeignet. Der Ankauf wurde durch Ersatzzahlungen in den Naturschutzfond des Landkreises ermöglicht. Solche Zuschüsse durch die Naturschutzbehörde gibt es nur für spezielle Projekte. Der LBV übernahm die Kosten der Grundstücksübertragung. LBV-Kreisvorsitzender Ulrich Keltsch sieht als Forstmann das neue Gelände auch aus anderer Perspektive. "Der Nadelwald hier steht seit etwa achtzig Jahren. Da wächst kaum mehr etwas zu, die Bäume sind reif zum Einschlag. Wir werden die Fläche behutsam über mehrere Jahre hinweg auslichten, damit wieder Sonne reinkommt".

Es wird nicht zu viel auf einmal weggenommen, damit keine Schneisen für Windbruch entstehen, denn die flachwurzelnden Fichten finden nur wenig Halt in dem morastigen Untergrund. "Über alle Maßnahmen werden Gemeinde und Grundstücksanliegern informiert," so Keltsch.

Entstehen wird über die Jahre hinweg ein gestaffelter Übergangsbereich von der offenen Feldflur zum Hochwald.
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