Lehrstellensuche fällt Frauen schwerer
Eine Ausbildung finden

Frauen haben es schwerer als Männer, nach der Schule eine betriebliche Ausbildung zu finden. Das zeigt ein neuer Report des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Die Forscher nahmen als Grundlage eine repräsentative Befragung von Bewerbern, die sich 2012 über die Bundesarbeitsagentur um einen betrieblichen Ausbildungsplatz bemühten.

Von den Frauen waren vier von zehn (40,3 Prozent) erfolgreich, bei den Männern waren es etwas mehr (45,6 Prozent). Dabei hatten Frauen im Durchschnitt sogar einen höheren Schulabschluss.

"Dies ist aber nur eine Momentaufnahme - in späteren Jahren kann durchaus vielen noch der Einstieg in eine betriebliche Ausbildung gelingen", sagt Günther Walden vom BIBB. Viele der anderen Bewerber machen stattdessen zum Beispiel eine schulische Ausbildung, gehen weiter zur Schule oder schreiben sich für ein Studium ein.

Frauen gelinge der Übergang von der Schule in die Ausbildung auch deshalb seltener, weil sie sich stärker auf nur relativ wenige Berufe bewerben, erläutert Walden. Das seien häufig solche, in denen die Konkurrenzsituation besonders ausgeprägt ist.

So interessieren sich Frauen beispielsweise überdurchschnittlich für die Berufe Büro- oder Industriekauffrau. Dagegen interessieren sie kaum für Jobs im gewerblich-technischen oder handwerklichen Bereich. Dort gibt es aber häufig weniger Bewerber - und deshalb bessere Chancen. (tmn)
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