Lena Bächer repräsentiert die Fischregion
Teichnixe steht auf Hecht

Die 18-jährige Lena Bächer aus Muckenthal repräsentiert als Oberpfälzer Teichnixe die kommenden zwei Jahre das Land der 1000 Teiche. Bild: tr
Tirschenreuth. (tr) Lena Bächer ist die achte junge Dame, die als Oberpfälzer Teichnixe die Fischregion des Landkreises Tirschenreuth repräsentiert. In den kommenden zwei Jahren warten mindestens 50 Termine auf die Studentin.

Die Arge Fisch hat vor 19 Jahren die Erlebniswochen Fisch erfunden. Ein Dauerbrenner unter den Veranstaltungen im Jahreslauf. Im kommenden Jahr wird Lena Bächer bei den Feierlichkeiten zum 20. Geburtstag sicher noch viel mehr Termine wahrnehmen müssen als ihre Vorgängerinnen. Doch davor scheut sie sich nicht.

Mit der 18-Jährigen hat die Arge um ihren Chef Hans Klupp einen wirklich grandiosen Fang gemacht. Denn die Fischzucht kennt Lena von Kindesbeinen an, ist mit ihr aufgewachsen. Sie kommt aus dem Hause Bächer in Muckenthal, das sich mit seinem "Fischerstüberl" weit über die Landkreisgrenzen hinaus einen hervorragenden Namen gemacht hat. Seit Freitag, repräsentiert Lena die zwei kommenden Jahre das Land der tausend Teiche.

"Genau sind es weit über 4000 mit einer Gesamtwasserfläche, die der dreifachen des Starnberger Sees entspricht", erklärt Hans Klupp. Der Vorsitzende der Arge Fisch dankt bei der Vorstellung der neuen Teichnixe Carina Doss aus Mitterteich, die ihren Job die vergangenen zwei Jahre hervorragend erledigt habe. Der Tipp der ehemaligen an die frischgebackene Teichnixe: "Offen sein für alles und auf die Menschen zugehen, dann läuft alles wie von selbst."

Studium und Service

Doss sagt, dass sie das Ehrenamt auch in vielen anderen Lebensbereichen persönlich weitergebracht habe. Dass die neue Nixe quasi aus einem Vorzeigebetrieb der Oberpfalz kommt, freut Klupp ganz besonders. Lena Bächer beginnt am 1. Oktober ihr Landwirtschaftsstudium in Triesdorf bei Nürnberg. Sie ist sich sicher, dass sie trotzdem noch genügend Zeit findet, um ihr Ehrenamt bestens auszufüllen und auch noch im "Fischerstüberl" im Service mitzuarbeiten.

Ihre Arbeit im Betrieb beschränkt sich aber nicht nur auf das Bedienen in der Fischspezialitäten-Gaststätte. Sie hilft auch bei der Bewirtschaftung der etwa 60 Teiche mit einer Fläche von rund 60 Hektar aktiv mit. "Seit einiger Zeit darf ich auch alleine Füttern", sagt sie.

Das Kleid der achten Teichnixe trägt weitestgehend deren eigene Handschrift. Daran mitgearbeitet hat die Schweizer Designerin Sylvia Cabalzar, die auch schon vor zwei Jahren das Outfit für Carina Doss entworfen hat. Genäht hat Lenas Kleid Tina Zeitler von der Schneiderei Kreuzer in Plößberg.

Optisch top

Das Nixen-Gewand ist nicht nur optisch top, sondern auch äußerst hintergründig in der Aussage gestaltet. Mieder und Schärpe mit Aufschrift bestehen aus Karpfenleder. Die Handtasche ist aus dem selben Material gefertigt. Der blaugrüne Rock zeigt die typischen Farben der Oberpfälzer Teiche. Je nachdem, ob man von oben oder von der Seite darauf schaut, widerspiegeln sie die Himmelsfarbe tiefblau oder grünlich.

An der Hüfte dominiert eine weiße Seerose. Der Gazestoff als Überwurf symbolisiert ein Fischernetz, in dem als Applikationen kleine Fische eingearbeitet sind. Sozusagen als Zepter trägt Lena den frisch aufgepeppten "Fridolin" mit sich. Der bemalte Holz-Karpfen begleitet die jeweilige Teichnixe von Anfang an.

Alles, was Oma kocht

Lena Bächer isst für ihr Leben gern Fisch. "Alles, was Oma Elsa Bächer kocht, und am liebsten Hecht mit Paprika, Gemüse, Speck und einer Spezialsoße." Bedeutende Termine stehen für die neue Teichnixe schon bald an. Am 27. September werden in Erbendorf mit dem Markt der regionalen Genüsse die Erlebniswochen Fisch eröffnet. Am 3. Oktober ist im Geschichtspark Bärnau-Tachov der Aktionstag "Fisch im Mittelalter", am 9. Oktober das Abfischen für Kinder auf dem Gowerlhof in Rothenbürg und am 10. und 11. Oktober geht die Kornthaner Karpfenkirchweih über die Bühne.

Nach der offiziellen Vorstellung von Lena Bächer nimmt Hans Klupp noch Stellung zur erwartenden Ernte nach diesem extrem trockenen Sommer. Da kann der Fachmann durchaus beruhigen. Dieser Sommer habe keine katastrophalen Auswirkungen auf die Oberpfälzer Fischerei, da man hier ohnehin auf eher tiefere Teiche setze. "Wir erwarten eine völlig normale Ernte."
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