Letzauer und Wilchenreuther erinnern an Konflikte
Krieg ist mitten unter uns

Bürgermeisterin Marianne Rauh (links) sprach im Nebel gegen Gleichgültigkeit und Verdrängung an. Bild: hch
"1945 lag halb Europa in Trümmern. Es gab 80 Millionen Tote. Etwa so viele Menschen leben heute in Deutschland", sagte Bürgermeisterin Marianne Rauh zum Volkstrauertag am Ehrenmal in Letzau. "Die meisten von uns mussten niemals Krieg, Hunger und Elend am eigenen Leib spüren. Angesichts der aktuellen Flüchtlingswelle kann und darf uns nicht egal sein, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden", betonte sie.

"Deswegen wollen wir uns für Verständigung zwischen Nationen, Kulturen und Religionen einsetzen", sagten Günter Horn und Karl Völkl von der Feuerwehr Letzau bei der Kranzniederlegung. Den tröstlichen Worten von Pfarrer Hubert Feichtmeier schloss sich die Blaskapelle Letzau mit "Ich hatte einen Kameraden" an.

In Wilchenreuth zog die Feuerwehr Bergnetsreuth mit Vorsitzendem Tobias Lappert hinter der Fahne zum Ehrenmal. Im Beisein von Pfarrer Hans-Günther Daidrich aus Neustadt, Pater Adalbert von St. Felix und Bürgermeister Günter Strich aus Floß unterstrich Vizebürgermeister Heribert Schiller: "Auch mitten im friedlichen Deutschland gibt es Menschen, die unmittelbar vom Krieg betroffen sind." Er erinnerte an über 100 Soldaten, die in den vergangenen Jahren bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommen sind. Die Zeremonie begleitete der Wilchenreuther Posaunenchor unter Fritz Landgraf.
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