Licht im Dunkel
Angemerkt

Es ist viel in Bewegung in Flossenbürg. Der Umgang der Bevölkerung mit dem ehemaligen Konzentrationslager hat sich verändert. Der Mantel des Schweigens hat sich deutlich gelüftet. Das dunkelste Kapitel in der Region wird offener aufgearbeitet, die Tabuisierung hört 70 Jahre nach Kriegsende immer weiter auf.

Die Arbeit von Jörg Skriebeleit und seinem Team in der Gedenkstätte trägt Früchte. Besuchten im Jahr 2014 rund 80 000 Gäste die Einrichtung, dürfte heuer die 100 000er-Marke fallen. Aus der Geschichte lernen - das bleibt der Auftrag.

Mit dem Museumscafé ist ein neuer bemerkenswerter Schritt gelungen. Behinderte des HPZ Irchenrieth kümmern sich hier um die Gäste. Ein weiteres Licht im Dunkel des Ortes, an dem mehr als 30 000 Menschen gestorben sind.

frank.werner@derneuetag.de

Aus der Region Neuwahlen in Flossenbürg

Flossenbürg. (nm) In Flossenbürg (Kreis Neustadt/WN) wird der Bürgermeister neu gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Johann Kick (SPD) wurde auf seinen Antrag hin aus schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen von seiner Tätigkeit entbunden. Der 51-Jährige kündigte zudem an, alle politischen Ämter zurückzugeben. Das betrifft auch das Kreistagsmandat. Als Termin für den Urnengang steht der 8. November im Kalender. Wahlvorschläge müssen bis zum 17. September eingereicht werden. Aufgrund intensiver Behandlungen und mehrerer Operationen musste Kick, seit 2002 Bürgermeister, im Dezember 2014 die Geschäfte an zweiten Bürgermeister Thomas Meiler (CSU) weitergeben.

Luitpoldhütte sucht Investor

Amberg. (ben) Am Montag um 11 Uhr findet bei der insolventen Luitpoldhütte AG (LH) in Amberg eine Betriebsversammlung statt. Hier will die Belegschaft dann wissen, wie es mit der Gießerei weitergeht. Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Hubert Ampferl verdeutlichte am Freitag gegenüber unserer Zeitung, dass es das Ziel des Rechtsanwalts aus Nürnberg sei, einen Investor zu finden, der die LH samt der Produktionsanlagen erwirbt und den Betrieb weiterführt. "Es muss ein starker Investor sein, der das finanzielle Loch übernimmt." Unseren Informationen zufolge soll es mehrere Interessenten geben. Der Sprecher präzisierte, was man unter der Investorenlösung zu verstehen habe: "Das würde heißen, dass nach der Insolvenz die Russen draußen sind, aber auch der Freistaat." Hinsichtlich der Belegschaftsstärke von rund 450 Köpfen seien in den nächsten drei Monaten keine Einschnitte vorgesehen.
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