Licht warnt das Wild

Besonders im Herbst und im Frühjahr wechseln Wildtiere in der Dämmerung häufig über die Straßen: Ein heikles Thema für die Köferinger Jagdgenossen. In ihren Revieren fielen 2014 zehn Rehe dem Straßenverkehr zum Opfer.

Für den Vorstand um Helmut Graf, Josef Schönberger, Josef Roggenhofer und Dr. Markus Mahal war das Grund genug, aktiv zu werden, um die Zahl der Wild-Unfälle zu senken. Gute Erfahrungen gibt es in diesem Zusammenhang mit Wildwarnreflektoren an den Leitpfosten. Deshalb haben die Köferinger 150 solcher Reflektoren mit einem Gesamtwert von 750 Euro angeschafft. Die Kosten übernahm die Jagdgenossenschaft, die auf einen Zuschuss vom Bayerischen Jagdverband hofft.

Die Verantwortlichen wollen mit ihrem Engagement das gute Verhältnis zu ihren Jagdpächtern dokumentieren, aber auch die Attraktivität ihrer Reviere hochhalten. Die Pächter der Flächen in Lengenfeld, Haselmühl und Köfering sind derzeit dabei, die Reflektoren an den gefährlichsten Straßenabschnitten anzubringen. Jagdvorsteher Helmut Graf betonte, einem Jäger als Heger und Pfleger der Natur tue es im Herzen weh, wenn Tiere nach einer Kollision mit schwersten Verletzungen am Straßenrand jämmerlich leiden müssen, bis man sie findet und sie von ihren Schmerzen erlösen kann. Genauso sei es ein Anliegen, dass möglichst wenige Autofahrer durch Wildunfälle verletzt werden.

Jagdpächter Robert Strobl und Ingo Gammel stellten zudem fest, dass durch Straßenbaumaßnahmen immer häufiger die natürlichen Lebensräume der Tiere durchschnitten werden: Damit ließen sich Unfälle nicht gänzlich vermeiden.
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