Linssen stolpert über große Geldbewegungen zwischen Karibik und Luxemburg
CDU-Schatzmeister gibt auf

Mit Rücksicht auf die Partei will CDU-Bundesschatzmeister Helmut Linssen sein Amt abgeben. Bild: dpa
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Deutschland und die Welt
07.02.2014
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Der wegen umstrittener Geldtransfers unter Druck geratene CDU-Bundesschatzmeister Helmut Linssen gibt sein Amt ab. "Ich habe mich im Interesse der Partei und meiner Familie entschlossen, die Parteivorsitzende zu bitten, auf dem kommenden Parteitag im April einen neuen Schatzmeister zu wählen", sagte der 71-Jährige.

Der ehemalige nordrhein-westfälische Finanzminister, der seit 2010 Schatzmeister der CDU ist, war nach Berichten über Geld in Steueroasen in Erklärungsnot geraten. Die CDU-Führung nahm seinen Rückzug mit Respekt zur Kenntnis. Die Vorgänge und die Nachfolge Linssens als Schatzmeister dürften auch bei der Klausurtagung des CDU-Vorstands angesprochen werden, die heute in Erfurt beginnt. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung traf Linssen seine Entscheidung zum Rückzug nach einem Telefonat mit Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel.

Das Magazin "Stern" hatte über Einzahlungen und Abhebungen Linssens bei einer Luxemburger Bank über mehrere hunderttausend Euro zugunsten und zulasten einer Briefkastenfirma in der Karibik zwischen 1997 und 2004 berichtet. Linssen hatte beteuert, nichts Unrechtes getan und keine Steuern hinterzogen zu haben. (Seite 8)
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