LKW-Fahrer strandet in Nittenau und blockiert Durchfahrt
Von allen guten Navigationsgeistern verlassen

Symbolbild: dpa
Nittenau. "Sie haben ihren Bestimmungsort erreicht". Die freundliche Stimme aus dem Navigationsgerät führt eigentlich zuverlässig durch unbekannte Orte - eigentlich.

Ein 39-jähriger rumänischer Lkw-Fahrer wurde am gestrigen Montag gegen 17 Uhr in Nittenau von seinem Navigationsgerät auf dem Weg nach Ulm allerdings völlig im Stich gelassen.

Nachdem er die erste Gewichtsbeschränkung in Nittenau für seinen 40-Tonner übersehen hatte und direkt vor der Regentalbrücke beim zweiten Verbotsschild keine Gelegenheit zum Wenden hatte, überfuhr er die gewichtsbeschränkte erste Regentalbrücke. Bei der ersten für ihn ersichtlichen Gelegenheit zum Wenden, fuhr er „Am Anger“ nach rechts in ein freies Grundstück. Er erkannte jedoch nicht den weichen Untergrund, der nicht abgesperrt war.

Sofort beim Einfahren, so meldet die Polizei heute weiter, sackte die Zugmaschine mit beiden Vorderrädern ab und blieb stecken. Der Auflieger stand noch mitten auf der Durchgangsstraße und blockierte eine Fahrspur. Alle Versuche des Lkw-Fahrers seinen Laster wieder flott zu bekommen scheiterten.

Versuche der Polizei einen Abschleppdienst zu verständigen scheiterten an der Mittellosigkeit des rumänischen Lkw-Fahrers. Dieser war von seiner Firma lediglich mit etwas Taschengeld und einer Tankkarte ausgestattet nach Deutschland geschickt worden. Zwei Landwirte mit Traktoren und eine zufällig vorbeikommende Kfz-Firma halfen dem rumänischen „Kapitän der Landstraße“ aus seiner misslichen Lage.

Die Staatsstraße war im Stadtbereich von Nittenau für eine halbe Stunde halbseitig und für die Zeit der Bergung anschließend komplett gesperrt. Die Absicherung und Umleitung übernahm die Nittenauer Feuerwehr. Gegen 18 Uhr konnte der Lkw-Fahrer seine Fahrt nach entsprechender Verwarnung durch die Polizei fortsetzen.
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