Lob für die Organisatoren der Kegel-WM
Nichts wirft aus der Bahn

Willi Kreutzer im Mittelpunkt der Kegelwelt. Den weitesten Weg nach Speichersdorf hatten die Esten. Über 1800 Kilometer mussten sie nach Oberfranken anreisen. Bild: hia
Speichersdorf (hia) Nur Lob hörten die Organisatoren der Kegel-WM von Sportlern und Funktionären. Dafür mussten sie hart arbeiten und manche Zitterpartie überstehen.

Der Höhepunkt steht der Kegel-WM noch bevor, die Organisatoren haben den Großteil ihrer Arbeit inzwischen erledigt: Zeit für ein Fazit von Willi Kreutzer und Christian Porsch.

Was bleibt nach drei Wochen?

Willi Kreutzer: Ich denke wir haben unsere Arbeit gut geamacht. Bisher haben wir für Organisation, Unterbringung und Catering großes Lob geerntet. So anstrengend wie es war - wir haben eine tolle WM organisiert.

Wie war die Zuschauerresonanz?

Kreutzer: Bis auf Final- und Halbfinaltag lief der Vorverkauf schleppend. Umso mehr haben wir uns über die hohen Zuschauerzahlen besonders in dieser Woche gefreut. Allein am Dienstagmittag hatten wir 600 Leute in der Halle. Viele Besucher kamen aus Oberfranken. Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und aus dem Allgäu. Unsere Speichersdorfer haben sich herangetastet, je mehr die WM voranschritt.

Christian Porsch: Wir sind sehr zufrieden, wie die WM aufgenommen wurde. Den Livestream zum Spiel der Nationalmannschaft gegen Serbien haben 20 000 Leute verfolgt.

Hatten Sie genug Unterstützung?

Kreutzer: Die Hilfsbereitschaft war überwältigend. Wenn das auch noch zum Abbau ab Pfingstsonntag anhält, sind wir glücklich. Wir sind begeistert vom Zusammenhalt aller Vereine. Wir sind dafür sehr dankbar.

Was ist in Erinnerung geblieben?

Kreutzer: Das viele Papier und die 3000 WM-Tassen bei mir zu Hause. Wir waren Lieferadresse und Lager.

Wie haben sich die Absagen einzelner Mannschaften ausgewirkt?

Porsch: Da haben wir einen kleinen Dämpfer bekommen, der uns Kraft und Nerven gekostet hat. Wir mussten umdisponieren und improvisieren, alles neu planen. So passierte es, dass an Christi Himmelfahrt anstatt eines ganzen Spieltages, in der Qualifikation nur ein Spiel stattfand. Das war sehr schade.

Haben die Sportler etwas von Speichersdorf und der Region mitbekommen?

Porsch: Eher weniger. Das hat sich aufgrund der langen Spieldauer meist auf die Unterkünfte beschränkt. Gefreut hat uns, dass die U18-Mannschaften länger geblieben sind. Die Mannschaften sind ganz verschieden untergebracht. Die Mazedonier übernachten im tschechischen Asch, die Bosnier im Falkenheim. Die Serben haben sich in Pressath, die Franzosen in Waldeck, die Rumänien in Gößweinstein, die Polen in Zell bei Münchberg eingemietet.

Die Österreicher logieren im Fichtelgebirge (Warmensteinach), die Italiener im Best Western in Bindlach, die Deutschen beim Braumeister in Schlammersdorf. In jedem Fall waren die Nationen mit allen Übernachtungen sehr zufrieden. Für das kulturelle und landschaftliche Angebot blieb aber wenig Zeit. Es ging schließlich um eine Weltmeisterschaft. Auf die konzentrierten sich die Sportler voll und ganz.
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