Lodernde Glut

Immer mehr Bayern heizen mit Holz. Der Verbrauch in den privaten Haushalten hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Aber es gibt einige Gründe, warum die Nachfrage sinken wird.

Holz wird als Energieträger in Bayern immer beliebter. Nach einem Bericht der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) im Agrarausschuss des Landtags stieg die von privaten Haushalten verheizte Holzmenge von 2010 bis 2012 um sieben Prozent auf rund 8,1 Millionen Festmeter an.

Vor allem Biomasse

Seit 2005 hat sich damit der Holzverbrauch in privaten Haushalten mehr als verdoppelt. Insgesamt wurden in Bayern zuletzt 14 Millionen Festmeter Holz energetisch genutzt. Neben privaten Öfen und Heizungen wurden vor allem Biomasseheizanlagen sowie Feuerstätten in Industrie und Gewerbe betrieben. 39 Prozent der in Bayern verwendeten regenerativen Energien stammen aus Holz. Die im bayerischen Energiekonzept für 2021 angestrebte Energienutzungsquote aus Holz wurde damit bereits 2012 überschritten.

Nach Einschätzung der LWF ist beim Holzeinschlag in den bayerischen Forsten die naturverträgliche Obergrenze fast erreicht. Es gebe nur noch in einzelnen Regionen freie Kapazitäten. Indiz dafür seien die in den vergangenen Jahren gestiegenen Holzpreise. Wegen der Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz, die künftig kaum noch Neubauten von Biomasseheizwerken erwarten ließen, dürfte die Nachfrage nach Brennholz aber nicht mehr weiter anwachsen. Man gehe mittelfristig sogar von einem leichten Rückgang aus, da neue Holzheizungen effektiver arbeiteten als alte. Auf die Brennholznachfrage drosselnd auswirken könnten sich zudem die energetische Gebäudesanierung und die derzeit sinkenden Preise für Erdgas und Heizöl.

Höhere Förderung

Wie das Forstministerium dem Ausschuss mitteilte, wird ab dem kommenden Jahr die Förderung von Zusammenschlüssen kleiner Privatwaldbesitzer von drei auf fünf Millionen Euro erhöht. Ziel sei es, die oft in der Hand von Unkundigen befindlichen Parzellen professioneller und effizienter zu bewirtschaften. Außerdem soll der Waldumbau durch höhere Zuschüsse beschleunigt werden.
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