Löw will vor Vergabe mehr Infos

"Wenn ich schon entscheiden soll, dass die Elektroinstallation fast 170 000 Euro kostet, dann möchte ich auch wissen, was da so eingebaut wird." Lothar Löw von den Freien Wählern ging die Auftragsvergabe viel zu schnell.

Eigentlich wollte der Gemeinderat für den neuen Kindergarten die Arbeiten für Elektroinstallation sowie Heizung-Lüftung und Sanitär vergeben. Bei den Elektroarbeiten hatten sechs Firmen ein Angebot abgegeben. Eine hatte zusätzlich ein Nebenangebot für die Leuchten unterbreitet.

Die Öffentlichkeit wurde von dem Inhalt nicht in Kenntnis gesetzt, nur die Gemeinderäte hatten das Schreiben auf dem Tisch. Löw, von Beruf Bautechniker, war dies Anstoß genug, um genau zu hinterfragen. "Bürgermeister Rudolf Schopper vertraut den Architekten, dafür haben wir sie. Für mich wäre es aber schon interessant zu wissen, was ich vergebe." Der Bürgermeister sagte zu, in der nächsten Sitzung die Aufträge genauer zu erläutern. Das wird am 29. Oktober sein.

Für das Bushäuschen aus Holz in Wurz gegenüber dem Gemeindehaus gibt es eine Förderung von 80 Prozent. In die Seitenwände soll Glas eingebaut werden, damit man leichter nach außen sieht. Die Dachrinnen sollen nicht aus Kupfer sein. Der 3460-Euro-Auftrag geht an die heimische Firma Luber.

Damit Landwirt Martin Meiler in den Genuss von Fördergeldern kommt, hat der Bürgermeister den Bau des Schweinestalls bereits genehmigt. Im November hatte Meiler eine entsprechende Bauvoranfrage eingereicht und grünes Licht bekommen.

Straßen und Kanaldeckel

Die Reparaturarbeiten im Brunnenweg in Wurz wurden für 35 493,94 Euro an die Firma Braun in Weiden vergeben. ABS aus Wernberg hebt im Gemeindebereich, insgesamt sind es zehn Kanaldeckel zu je 210 Euro. Muss noch gefräst werden, kosten die Arbeiten pro Schacht 130 Euro Aufschlag. Für einen selbstregulierenden Schacht sind fast 700 Euro fällig. Den Straßenbau in Walpersreuth zum Vierseithof Sperber erledigt die Firma Mark aus Walpersreuth für 38 387 Euro. Der Defizitanteil der Gemeinde für die Betriebskosten für den Kinderarten St. Josef beträgt für 2014 nur 3430,71 Euro.

Die Bewohner einiger Ortsteile befürchten, wegen der Schäden an Straßen, besonders an der nach Dietersdorf, hohe Kostenbeteiligungen. Bei einem Ortstermin wird nach einer Lösung gesucht, informierte der Rathauschef. Otto Gleißner aus Botzersreuth will im Außenbereich ein Wohnhaus errichten. Der Gemeinderat war dem Projekt nicht abgeneigt, doch müsse die Abwasser- und Trinkwasser-Zuführung geklärt werden.

Angebot überprüfen

Grünes Licht erhielten Annemarie und Helmut Hanebuth, die einen Anbau an ihre bestehende Maschinenhalle errichten wollen. Für den Breitbandausbau hat die Telekom ihr Angebot abgegeben. Es wird geprüft. Für die Waldneuordnung in Botzersreuth werden die Tauschverträge demnächst verteilt, dann beginne der Wegebau, schloss Schopper.
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