Machtprobe mit der NPD

Auch nach den rechtsextremen Protesten in Tröglitz in Sachsen-Anhalt und dem daraus resultierenden Rücktritt des Bürgermeisters bleibt es bei der geplanten Unterbringung von etwa 40 Asylbewerbern in dem Ort. Das entschied der Kreistag am Montagabend. Die Entscheidung sei mit einer ganz breiten Mehrheit gefallen, sagte Landrat Götz Ulrich (CDU). Ulrich sprach von einem "Signal", dass man nicht einknicke vor der NPD. Der parteilose Bürgermeister des 2700-Einwohner-Ortes, Markus Nierth, war zuvor zurückgetreten, weil Rechtsextremisten gegen die Flüchtlingsunterbringung vor seinem Wohnhaus demonstrieren wollten - und er sich von Landkreis, Parteien und Nachbarschaft alleingelassen sah. (Seite 8)
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