Maibaumklau eine "fetzn Gaudi"
Hintergrund

Eisersdorf. (spi) Oft sei es Glück beim Auskundschaften eines Maibaums, manchmal verplappere sich jemand auf einem Fest, wo der Baum liegt. Allerdings werde es immer schwieriger, die Tradition aufrechtzuerhalten. "Manche Orte sperren ihre Bäume mit Stacheldraht weg. Oder sie schlagen jedes Jahr einen Neuen", ärgert sich Kevin Schraml.

Das Schöne am Brauch sei für die Burschen der Adrenalinkick und das Bewachen der Beute. "Es ist ne fetzn Gaudi. Viele nehmen sich extra zwei Wochen frei." Drei Regeln gibt es: Den gleichen Ort nicht zweimal direkt hintereinander beklauen und nichts dabei beschädigen. "Bevor wir was kaputt machen, lassen wir es lieber."

Wird man erwischt und legt ein Anwohner die Hand auf den Baum, muss dieser dort gelassen werden. "Ansonsten verlangen wir eine Auslöse. Die Beste war mal in Fuchsendorf. Ausgehandelt haben wir 60 Paar Weißwürste mit Brezen und fünf Kästen Bier, bekommen haben wir mehr. Sogar Kuchen, Gegrilltes und fast 200 Liter Bier."
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