Mainau: 36 Nobelpreisträger rufen zu Klimaschutz auf
Eindringlicher Appell für die Umwelt

Auch der Göttinger Nobelpreisträger Stefan Hell unterzeichnet bei der Abschlussfeier der 65. Nobelpreisträgertagung die Deklaration für mehr Klimaschutz. Bild: dpa
36 Nobelpreisträger haben am Freitag bei der Abschlussfeier der 65. Nobelpreisträgertagung zu mehr Klimaschutz aufgerufen. Auf Initiative des amerikanischen Astrophysikers Brian Schmidt unterzeichneten die Spitzenforscher auf der Insel Mainau eine entsprechende Deklaration.

Der Appell richtete sich vor allem an die Vereinten Nationen: Diese sollten die Chance auf dem Klimagipfel in Paris nutzen und sich auf eine neue internationale Klimaschutz-Vereinbarung im Geiste des Kyoto-Protokolls einigen, heißt es im Text. "Untätigkeit würde bedeuten, dass wir künftige Generationen der Menschheit einem unzumutbaren Risiko aussetzen."

Abschluss der Tagung

Der gemeinsame Tag auf der Blumeninsel Mainau bildet traditionell den Abschluss der Nobelpreisträgertagung in Lindau am Bodensee. Die Teilnehmer waren am Morgen mit einem Schiff zu der Insel gefahren, auf der sie von der Mainau-Chefin Bettina Gräfin Bernadotte und der Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) empfangen wurden. Zuvor hatten sich die Nobelpreisträger mit den jungen Nachwuchsforschern in Lindau rund eine Woche lang in Vorträgen und Gesprächsrunden ausgetauscht. Das Nobelpreisträgertreffen widmete sich mit der Deklaration zum Klimaschutz erstmals seit 60 Jahren wieder einem gesellschaftspolitischen Thema. 1955 hatten Wissenschaftler um Otto Hahn vor den Gefahren der militärischen Nutzung von Kernenergie gewarnt.
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