Maly: Bund und Länder müssen Programme für Flüchtlinge besser ausstatten
"Mehr Geld für die Integration"

Die Kommunen fordern angesichts der hohen Flüchtlingszahlen mehr Investitionen in die Integration der Zuwanderer. Der Präsident des Deutschen Städtetages, Ulrich Maly, sagte der "Welt am Sonntag", Bund und Länder müssten ihre Programme finanziell besser ausstatten. "Wir haben bisher überwiegend über die Spitze des Eisbergs - die Erstaufnahme - gesprochen, aber nicht über die große Integrationsarbeit, die vor uns liegt", unterstrich der Nürnberger Oberbürgermeister (SPD). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge rechnet für dieses Jahr mit rund 200 000 Asylbewerbern.

Landkreise und Städte, die die Hauptlast bei der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen tragen, fühlen sich seit längerem überlastet. Bund und Länder wollen bei der Ministerpräsidentenkonferenz im Dezember zu Vereinbarungen über eine Entlastung der Kommunen kommen. Maly betonte, es seien die Kommunen, die die Integrationsaufgabe bewältigen müssten: "Sie müssen den Flüchtlingen langfristig Wohnraum bieten, sie müssen die Integrations- und Deutschkurse organisieren. Die Kommunen müssen die Flüchtlingskinder in den Schulen und Kitas unterbringen und den Eltern Arbeit organisieren." Auch die Kommunen müssten dafür "mehr Geld in die Hand nehmen".
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