Manila stemmt sich gegen Tropensturm "Hagupit"
"Evakuiert jetzt"

Der Taifun Hagupit bedroht, nachdem er über den Philippinen am Wochenende gewütet hat, nun auch die Hauptstadt Manila. Bild: dpa
Die Bewohner der Philippinen sind Unwetter gewohnt. Während der Taifunsaison peitschen regelmäßig Stürme über den Inselstaat. Auch wenn "Hagupit" schon an Kraft verloren hat und sich nun nur noch als Tropensturm der Hauptstadt nähert - die Angst vor der zerstörerischen Kraft der Natur ist deutlich zu spüren.

"Ich hoffe, dass nichts Schlimmes passiert", sagt eine ältere Frau, die mit ihren Enkeln Zuflucht in einem Evakuierungszentrum im Ortsteil Baseco gefunden hat. "Wir brauchen nach all den Naturkatastrophen mal eine Pause, damit wir ein friedliches Weihnachtsfest feiern können". Manila war 2009 vom Tropensturm "Ketsana" schwer getroffen worden. Im letzten Jahr richtete "Haiyan" verheerende Schäden an. Jetzt haben die Behörden tausende Menschen vor dem Sturm in Sicherheit gebracht. Im Bereich Marikina City wurden etwa 1600 Häuser entlang eines Flusslaufs, der meist bei Regen überflutet wird, vorsorglich evakuiert. "Wir haben unsere schnellen Eingreifteams in Position gebracht, um Leute nötigenfalls zu retten", sagt Bürgermeister Del De Guzman am Montag. "Evakuiert bitte jetzt! Wartet nicht, bis es dunkel wird." Die Behörden riefen die Bewohner auf, ihre Handys und Tablets aufzuladen.

Die Gegend wurde 2009 von "Ketsana" schwer getroffen, mehr als 200 Menschen starben. Viele mussten damals stundenlang auf den Dächern ihrer Häuser auf Rettung warten. Zehntausende wohnten noch Monate danach in Notunterkünften. "Das Wasser stand bis zum ersten Stock des Hauses meiner Großeltern", erinnert sich Seryl Lacza (43), ein Vater von vier Kindern. "Wir sind froh, dass wir jetzt an einem Ort leben, der sicherer ist. Und wir beten, dass sich ,Ketsana' nicht wiederholt."
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