Mann erschießt zwei Kinder und sechs Erwachsene
Blutiges Familiendrama

Ein Mann hat in Kanada acht Menschen erschossen, darunter zwei Kinder, und sich anschließend selbst umgebracht. Es handele sich wohl um einen "tragischen Vorfall von häuslicher Gewalt", sagte der Sprecher der Polizei in Edmonton, Rod Knecht, am Dienstag (Ortszeit). Die Opfer seien mit einer gestohlenen Waffe erschossen worden, der Täter sei der Polizei bekannt. Die Tötungen seien allem Anschein nach vorsätzlich und geplant gewesen. Er sprach von einem "tragischen Tag für Edmonton".

Bei den Toten handelt es sich den Angaben nach um vier Frauen, zwei Männer, zwei Kinder - ein Mädchen und ein Junge - sowie den mutmaßlichen Täter. Die Erwachsenen waren nach Polizeiangaben alle zwischen 25 und 50 Jahren alt, die Kinder jünger als 10. Sie waren vermutlich alle vietnamesischer Abstammung, wie die Zeitung "Edmonton Journal" unter Berufung auf die vietnamesische Vereinigung in der Stadt berichtete. Bei dem Täter handelte es sich kanadischen Medienberichten zufolge um einen 53 Jahre alten Mann, der ebenfalls vietnamesischer Abstammung sei.

Die Toten waren an drei verschiedenen Orten in den benachbarten Städten Edmonton, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Alberta, und Fort Saskatchewan gefunden worden. Nähere Informationen zu Opfern und Täter wollte die Polizei zunächst nicht bekanntgeben. Bei dem Vorfall handelt es sich nach Behördenangaben um das schlimmste Verbrechen in der Stadt mit rund 700 000 Einwohnern seit mehr als 50 Jahren. "Es war chaotisch. Es ist furchtbar", sagte Polizeisprecher Knecht. "In meinen 39 Jahren als Polizist habe ich so etwas noch nie gesehen."

In der Nacht fanden die Polizisten den mutmaßlichen Täter, den als selbstmordgefährdet gemeldeten Mann, erschossen in einem Imbiss in Fort Saskatchewan. Er habe sich in dem Imbiss, an dem er finanziell beteiligt gewesen sei, ersten Ermittlungen zufolge selbst umgebracht.
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