Mann schießt bei Filmvorführung auf Kinogänger
Drei Tote bei Amoklauf

Drei Jahre nach dem Amoklauf bei einer Filmpremiere in Colorado hat ein Mann in einem Kino im US-Staat Louisiana das Feuer eröffnet und zwei Frauen getötet. Als Polizisten dem Schützen den Weg nach draußen abschnitten, tötete er sich selbst. Bei dem Vorfall am Donnerstag im Grand Theatre in Lafayette wurden auch neun Menschen verletzt, einer lebensgefährlich, wie Polizeichef Jim Craft am Freitag mitteilte. In dem Kino brach Chaos aus, Menschen rannten ins Freie.

Das Motiv blieb zunächst völlig unklar. Craft zufolge war der Täter ein 59 Jahre alter wohnungsloser Mann aus dem Staat Alabama, der sich erst seit Anfang Juli im Raum Lafayette aufhielt. Er habe wohl geplant, nach den Schüssen zu fliehen: Polizisten fanden demnach in seinem Hotelzimmer unter anderem Perücken und Brillengläser - wahrscheinlich wollte er sich verkleiden. Nach Informationen des Senders CNN war der Mann psychisch gestört und deshalb auch in Behandlung.

Nur kurz vor der Tat hatte US-Präsident Barack Obama die Waffengewalt in den USA beklagt. Er bedauerte, dass es ihm bislang nicht gelungen sei, strengere Gesetze durchzusetzen. Seit den Anschlägen vom 11. September seien weniger als hundert Amerikaner durch Terror ums Leben gekommen, Zehntausende dagegen durch übrige Waffengewalt.
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