"Marion Dönhoff Förderpreis" und Bundesverdienstkreuz für den Initiator der Kinderhilfe ...
Hohe Auszeichnung im Doppelpack für Erös

Wird für sein Engagement geehrt: Dr. Reinhard Erös. (Bild: Piehler)

Er hat mit seiner Frau Annette die Kinderhilfe Afghanistan ins Leben gerufen und damit Tausenden in dem gebeutelten Land eine Zukunftsperspektive gegeben. Jetzt erhält Dr. Reinhard Erös aus Mintraching (Kreis Regensburg) gleich zwei hohe Auszeichnungen für sein humanitäres Engagement.

Am 2. Oktober wird ihm im Großen Sitzungssaal der Regierung der Oberpfalz von Regierungspräsident Dr. Wolfgang Kunert das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Annette Erös wird mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Am 3. Dezember darf Erös mit seiner Gattin nach Hamburg reisen. Im Deutschen Schauspielhaus nimmt er den mit 10.000 Euro dotierten und zum vierten Mal verliehenen "Marion Dönhoff Förderpreis für internationale Verständigung und Versöhnung" des Wochenmagazins "Die Zeit" entgegen.

Der Hauptpreis geht an den polnischen Historiker und früheren Außenminister Bronislaw Geremek. Im Jahr 2005 wurde das Junge Klangforum Mitte Europa mit dem Förderpreis geehrt. Die Jury, die die Kinderhilfe Afghanistan aus hunderten Vorschlägen ausgewählt hat, ist hochkarätig: Dr. Theo Sommer ("Die Zeit"), Manfred Lahnstein ("Zeit"-Stiftung), Hermann Graf Hatzfeldt (Marion Dönhoff Stiftung), Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt, Altbundespräsident Richard von Weizsäcker, Lord Ralf Dahrendorf, Fritz Stern und Janusz Reiter.

16 Friedensschulen hat Erös mit seiner Initiative mittlerweile eröffnet, zwei weitere sind derzeit im Bau. Der Bundeswehrarzt a.D. sagte am Donnerstag unserer Zeitung: "Bis Ende nächsten Jahres sollen es 24 Schulen für bis zu 90 000 Schüler sein." Am 3. Oktober wird außerdem das erste Waisenhaus im Osten des Landes durch die Kinderhilfe eröffnet. 200 Waisenkinder werden hier Platz finden.

Weitere Informationen: www.kinderhilfe-afghanistan.de
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