Markt Parkstein muss Kosten für Verbesserung der Wasserversorgungseinrichtung auf die Bürger ...
Beitragsbescheide sorgen für Unmut

Parkstein. Aufregung in Parkstein: Den Bürgern flatterten in den letzten Tagen Beitragsbescheide "für die Verbesserung der Wasserversorgungseinrichtung" ins Haus. Für ein "Durchschnittshäuschen" fallen schon mal 500 Euro an. Zahlreiche Siedler haben angekündigt, Widerspruch einzulegen.

Laut Bürgermeisterin Tanja Schiffmann wurden die Verbesserungsbeitragsbescheide am 13. Februar versandt. Der Beitrag wird für alle bebauten, bebaubaren, gewerblich genutzten oder gewerblich nutzbaren Grundstücke, die an der Wasserversorgungseinrichtung angeschlossen sind oder für die ein Recht zum Anschluss besteht, erhoben. Der Beitrag beträgt 0,14 Euro je Kubikmeter Grundstücksfläche und 0,77 Euro je Quadratmeter Geschossfläche. Die Geschossfläche ist nach den Außenmaßen der Gebäude zu ermitteln. Keller werden mit der vollen Fläche herangezogen, Dachgeschosse, soweit sie ausgebaut sind.

"Das Speichervolumen des Hochbehälters Parkstein war unzureichend und konnte die Versorgungssicherheit nicht mehr gewährleisten, so dass an der Wasserspeicherung und am Wassernetz ein notwendiger Optimierungs- beziehungsweise Verbesserungsbedarf bestand", erklärt Schiffmann die Notwendigkeit der Optimierungsmaßnahmen. Die Wasserversorgungseinrichtung wurde durch eine neue Tiefzone, die direkt von der "Steinwaldgruppe" versorgt wird, verbessert. Damit wurde das Versorgungsgebiet vom Hochbehälter Parkstein reduziert und ein ausreichendes Speichervolumen erreicht.

In diesem Zusammenhang wurden die hydraulischen Verhältnisse im Rohrleitungsnetz verbessert und hohe Investitionskosten für einen Behälterneubau oder dessen Erweiterung vermieden. Versorgungsqualität und -sicherheit wurden erhöht und sind auch in Zukunft gewährleistet.

Die Verbesserungsmaßnahme umfasst die Erneuerungen der Versorgungsleitungen im Bestand, die Zubringerleitung vom Druckmindererschacht, die Errichtung eines Druckmindererschachtes, den Umbau vom Wasserzählerschacht und die Auflassung von bestehenden Druckmindererschächten.

Im Kommunalabgabengesetz schreibt der Gesetzgeber vor, dass den Aufwand für die Verbesserung der öffentlichen Entwässerungs- und Wasserversorgungsanlagen die Grundstückseigentümer ragen müssen. Die Einhebung des Verbesserungsbeitrags hat der Marktrat einstimmig beschlossen. Ohne die Einhebung eines Verbesserungsbeitrages wäre ein erheblicher Gebührenanstieg bei den Wassergebühren nicht zu vermeiden gewesen. Weitere Auskünfte erteilt die VG in Neustadt.
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