Markus Ferber bleibt Vorsitzender des CSU-Bezirksverbandes Schwaben
Seehofer-Kritiker klar bestätigt

Der Europaabgeordnete Markus Ferber ist für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden des CSU-Bezirksverbandes Schwaben gewählt worden. Beim Bezirksparteitag am Samstag in Gersthofen erhielt er 93,5 Prozent der Delegiertenstimmen, rund vier Prozentpunkte weniger als vor zwei Jahren. Der 50-Jährige führt den schwäbischen Bezirksverband seit 2005.

Ferber war bei der Europawahl 2014 CSU-Spitzenkandidat und hatte nach dem schlechten Abschneiden der Christsozialen Parteichef Horst Seehofer öffentlich kritisiert; dafür gab es auch Attacken auf Ferber. Nach 15 Jahren musste Ferber zudem den Posten als Vorsitzender der CSU-Gruppe im Europaparlament an die Landesvorsitzende der Frauen-Union, Angelika Niebler, abgeben. Die CSU hatte bei der Europawahl eines der schlechtesten Wahlergebnisse ihrer Geschichte eingefahren.

Seehofer dementierte in Gersthofen Spekulationen über ein zerrüttetes Verhältnis zwischen ihm und Ferber vehement: "Das ist alles Mist." Er bezeichnete Ferber als "meinen Freund" und betonte: "Wir arbeiten sehr, sehr gut zusammen." Seehofer wiederholte auch noch einmal sein Versprechen, das Augsburger Kommunalkrankenhaus in den nächsten drei Jahren zur sechsten bayerischen Uniklinik zu machen. Wenn Franz Josef Strauß nicht die Entscheidung für eine Universitätsklinik in Regensburg getroffen hätte, wären die Oberpfalz und Niederbayern seitdem nicht so aufgestiegen, meinte der Ministerpräsident. Bislang gibt es in Bayern außer in Regensburg noch zwei Universitätskliniken in München sowie weitere in Erlangen und Würzburg.
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