Massengräber: DNA-Proben stimmen nicht überein
Tote nicht Studenten

Keine Gewissheit für die trauernden Angehörigen der vermissten Studenten. Bei der DNA der gefundenen Leichen gab es keine Übereinstimmung. Bild: dpa
Bei den in mexikanischen Massengräbern gefundenen 28 Toten handelt es sich laut Behörden nicht um die Leichen von verschwundenen Studenten. Die DNA-Proben stimmten nicht überein, sagte Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam am Dienstag der Tageszeitung "El Universal". Zu den Toten in vier weiteren, später entdeckten Gräbern lägen noch keine Ergebnisse vor.

Damit blieb der Verbleib der 43 vermissten Studenten weiter ungewiss. Sie waren Ende September bei einer Protestaktion in der Stadt Iguala verschwunden. Polizei und örtlichen Politikern wurde vorgeworfen, in die Taten verwickelt gewesen zu sein. Mitglieder der kriminellen Bande "Guerreros Unidos" gestanden, mindestens 17 Studenten getötet zu haben.

Weitere Polizisten verhaftet

22 Polizisten wurden Ende September festgenommen. Die Ermittlungsbehörden meldeten nun die Festnahme von 14 weiteren. Sie hätten gestanden, die Studenten an die "Guerreros Unidos" übergeben zu haben.

Deren Anführer, Benjamin Mondragon, nahm sich das Leben, um seiner Festnahme zu entgehen. Kommilitonen und Familienangehörige der Verschwundenen zogen am Dienstag in einem Schweigemarsch durch Chilpancingo. Am Montag setzten wütende Demonstranten den Regierungssitz in Brand.
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