Massive Eruption

Die Aschewolke über dem Vulkan Shindake. Bild: dpa

Erdbeben, Tsunami, Vulkanausbrüche - die Japaner leben wie auf Pulverfässern. Dass diese zu jeder Zeit mit Urgewalt plötzlich explodieren können, zeigen die dramatischen Bilder vom Ausbruch eines Vulkans im Südwesten des Landes.

Mit einer spektakulären Explosion ist im Südwesten Japans der Vulkan Shindake ausgebrochen. Mehr als neun Kilometer türmten sich die dicken schwarzen Aschewolken über dem Krater auf der Insel Kuchinoerabu in den Himmel, wie dramatische Videobilder im japanischen Fernsehen zeigten.

Alle 137 Bewohner der rund 1200 Kilometer südwestlich von Tokio gelegenen Insel blieben unversehrt und wurden mit Fähren und der Küstenwache auf die nahe gelegene Insel Yakushima in Sicherheit gebracht, wie die Regierung bekanntgab. Ein Strom aus Asche, Lavafragmenten und Gasen glitt den Hang des 650 Meter über den Meeresspiegel aufragenden Vulkans herab und erreichte die Küste, wie die Meteorologische Behörde mitteilte. Sie warnte vor einer weiteren Eruption. Zuletzt war der Vulkan im August 2014 ausgebrochen. "Diesmal war das Ausmaß viel größer gewesen", sagte eine Bewohnerin. Die Regierung berief einen Krisenstab ein und schickte Schiffe und Helikopter der Küstenwache und des Militärs in die Region.

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt grenzt an den "Pazifischen Feuerring". An diesem Gürtel liegt etwa die Hälfte aller aktiven Vulkane auf der Welt. Der Vulkangürtel umgibt den Pazifischen Ozean wie ein Hufeisen. Im vergangenen September war es am Vulkan Ontake in Zentraljapan zum bisher folgenschwersten Ausbruch der Nachkriegsgeschichte gekommen. 57 Leichen wurden geborgen, wobei noch immer sechs Opfer vermisst werden.
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