Medienberichte: Bei der Zulassung von Generika soll getrickst worden sein
Medikamenten-Studie gefälscht?

Die Zulassungen von fast 200 Medikamenten beruhen nach Medienberichten möglicherweise auf gefälschten Studien. Die französische Überwachungsbehörde habe im Mai neun Studien eines indischen Unternehmens untersucht. Bei allen sei nach Einschätzung der Behörden ein Teil der Ergebnisse gefälscht gewesen, berichteten WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung". Ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigte am Freitag die Untersuchungen. Unter den Herstellern sind dem Bericht zufolge die Firmen Betapharm aus Augsburg und Hexal aus Holzkirchen. Ein Gesundheitsrisiko bestehe aber nicht. Die Studien stammen den Angaben zufolge von einer indischen Firma. Diese wies die Anschuldigungen zurück. Der französischen Behörde ANSM seien entlastende Dokumente vorgelegt worden, sagte eine Sprecherin von GVK Biosciences (GVK BIO) am Freitag in Hyderabad. Die Studien sind nötig für die Zulassung von Nachahmer-Medikamenten (Generika). Für eine Genehmigung solcher Mittel müssen die Hersteller wie beim Original nachweisen, dass ihr Präparat sicher ist.
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