Mehr als 400 Tote nach Erdbeben im Hindukusch
Zahl der Opfer steigt

Immer wieder bergen pakistanische Soldaten nach dem schweren Beben Überlebende aus den Trümmern - hier ein Mädchen in Chitral. Bild: dpa
Nach dem schweren Erdbeben im Hindukusch haben Rettungsteams die Suche nach Überlebenden fortgesetzt. Die Zahl der Todesopfer stieg am Dienstag auf über 400. Helfer drangen zu eingeschlossenen Menschen vor. Militärflugzeuge hätten abgelegene Regionen in der pakistanischen Provinz Khyber-Pakhtunkhwa erreicht und Verletzte in die Hauptstadt Islamabad ausgeflogen, teilte die Regierung mit. Soldaten verteilten außerdem Essen und Medizin an Überlebende.

Das Zentrum des Erdbebens der Stärke 7,5 am Montag lag in der dünn besiedelten Bergregion Badachschan im Nordosten Afghanistans. Betroffen war das Dreiländereck von Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan. Sowohl in Afghanistan als auch in Pakistan waren viele Wege durch Erdrutsche unpassierbar.

Nach offiziellen Angaben wurden rund 2500 Häuser in Pakistan und mehr als 7600 in Afghanistan beschädigt. Hunderte Menschen mussten die Nacht im Freien verbringen. Im Dorf Chakdara im Nordwesten Pakistans verteilten Hilfsorganisationen Decken und Essen an die obdachlos gewordenen Menschen. Indien und die USA boten ihre Unterstützung an. Pakistans Premierminister Nawaz Sharif aber lehnte ab. "Unsere eigenen Ressourcen sind ausreichend, um mit der Tragödie fertig zu werden", erklärte er.
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