Mehr Blütenreichtum

Beim Anblick einer solch blühenden Wiese (oberhalb der Jodokkirche) freut sich jeder Imker, wenn er an seine Bienen denkt. Hier handelt es sich um ein extensiv bewirtschaftetes Grundstück. Bild: es

Wiesen mit vielen verschiedenen Blütenpflanzen sind weniger geworden. Den Hauptgrund für den Rückgang sehen viele in einer intensiven Bewirtschaftung. Den Imkern macht es große Sorge, weil den Bienen ein reich gedeckter Tisch fehlt.

Viele Mitglieder des Imkervereins Trausnitz-Tännesberg waren zu einer Versammlung ins Gasthaus "Heide" gekommen, zu der zweiter Vorsitzender Johann Schneider, Tännesberg, Projektmanagerin Diplombiologin Gabriele Schmidt von der Marktgemeinde Tännesberg begrüßte. Sie nahm die Imker auf das Projekt "Natur. Vielfalt. Tännesberg" mit.

Ziele seien die Förderung und der Schutz des Artenreichtums, die Vielfalt an alten Kulturpflanzen und Haustierrassen im Gemeindegebiet. Als Erfolg langjähriger Bemühungen bezeichnete Schmidt bunt blühende Wiesen und nicht gespritzte Ackerflächen. "Seitdem gibt es in unseren Fluren wieder Rebhühner, sogar einen Rebhuhnweg." Außerdem seien Obstwiesen wieder neu gepflanzt worden. Bienen fänden damit einen reich gedeckten Tisch vor. Für Schmidt seien das bessere Bedingungen als in weiten Teilen Bayerns.

Jeder Quadratmeter zählt

Kämpferisch gab sich die Diplombiologin: "Wir kämpfen auch weiterhin um jeden Quadratmeter blühender Fläche und haben noch viele Ideen zur Förderung des Blütenreichtums im Gemeindegebiet." Dankbar waren die Imker für die von Schmidt in Aussicht gestellten neuen Standorte für Bienenstöcke. Mit ihrer Idee von der Vermarktung eines "Tännesberger Blütenhonigs" überraschte die Projektleiterin die Teilnehmer.

Von Imker Josef Seegerer, Auf der Trath, weiß man, wie sehr ihm der Imkernachwuchs am Herzen liegt. Sein Angebot, jedem in der Umgebung von Tännesberg, der neu einsteigt, ein Bienenvolk zu schenken, gilt weiterhin. Der Verein steht Neuanfängern mit Rat und Tat zur Seite und stellt ihnen auch Geräte zur Verfügung.
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