Mehr Chancen auf Fördermittel

Mit einer Urkunde sowie einem Porzallenkrügerl dankte der Vorsitzende der Freien Wähler der Marktgemeinde, Siegfried Scharnagl (links), Alfred Benkner für seinen Einsatz für die Gemeinde. So wirkte Benkner 18 Jahre als Marktrat, davon sechs Jahre als 2. Bürgermeister Bild: wg

Die Freie Wähler präsentieren sich als starke Truppe. Mit Siegfried Scharnagl an der Spitze wollen sie einiges bewegen.

Bei der Versammlung die Freien Wähler der Marktgemeinde Mähring berichtete Scharnagl von einem unveränderten Mitgliederstand. 51 Personen finden sich bei den Freien Wählern. Ausführlich berichtete Scharnagl über aktuelle Themen aus dem Gemeindebereich. Dabei erinnerte er an die Klage gegen die fünf Windkraftanlagen bei Asch. "500 Meter Abstand zur Bebauung ist zu nah", betonte auch Scharnagl. In dem Bericht ging der Vorsitzende unter anderem auf die Entscheidungen im Gemeinderat ein, etwa den Bauantrag für den Umbau des alten Schulhauses in Mähring. Das Gebäude soll für Flüchtlinge umgestaltet werden und bis Ende des Jahres fertig sein.

Markträtin Elvira Gmeiner dankte Scharnagl für ihr Engagement als Jugendbeauftragte und als Beauftragte für Junge Familien. Abgelehnt wurde der Antrag der Grundschule auf Sportunterricht in Bärnau. "Wir haben einen eigenen Turnraum in unserer Grundschule", so Scharnagl. Außerdem würde von den zwei Stunden Sport schon eine Stunde für Busfahrt und Umziehen verloren gehen.

Für die Verbesserung der Wasserversorgung waren Machbarkeitsstudien nötig für sechs Quellen, die beiden Ingenieurbüros bekamen dafür rund 5000 Euro. Neue Vorschriften würden zudem Verbesserungen erfordern, so dürften keine Bäume auf den Quellen stehen. "Was seit 60 Jahren gut läuft, muss geändert werden und kostet uns viel Geld."

Durch den Beitritt zur neu gegründeten "IKOM Stiftland" erhofft sich die Gemeinde bessere Chancen auf Fördermittel. Erst musste aber gezahlt werden: 1500 Euro für ein Konzept, das übergreifend erstellt wird. Für den Breitband-Ausbau erhält die Gemeinde zwar 80 Förderung, muss aber noch 236 000 Euro selbst aufbringen. "Ein Haufen Geld als Service für unsere Bürger", so Scharnagl. Verpachtet wurde die ehemalige Bauschuttdeponie in Mähring. Einen umfassenden Blick warf Scharnagl auf den Haushalt 2015, er nannte die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben, wobei die Kreisumlage mit 628 000 Euro fast ein Viertel der Gesamtausgaben ausmacht. Die Personalausgaben seien mit 761 000 Euro (30 %) der größte Ausgabenposten. Die Pro-Kopf-Verschuldung stieg von 472 Euro auf heuer 556 Euro, womit man immer noch weit unter dem Landesdurchschnitt liege.

Schatzmeister Johannes Wölfl informierte über Einnahmen und Ausgaben - die Vereinskasse hat durch die Ausgaben für die Wahlen 2014 sehr gelitten, ein dickes Minus wurde eingefahren. Bei der Diskussion wies Engelbert Weiß auf die Gefährlichkeit des Mühlbaches hin, der total verschlammt und verlandet ist. "Wenn da ein Kind reinfällt, kommt es nie wieder raus, es bleibt im Schlamm stecken." Siegfried Scharnagl informierte über den "feststeckenden Planungen" zum Radweg Tirschenreuth-Mähring, da Tirschenreuth hier federführend den Antrag gestellt hatte und "nun etwas anderes zu tun hat". Eingeladen wurde noch zur Sitzung des FW-Kreisverbandes am Montag, 26. Oktober. Dabei geht es um das Thema "Straßenausbaubeiträge".
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