Mehr Tempo für Bahn-Ausbau

(dpa/al) Bahnreisen von Bayern nach Tschechien sollen schneller und unkomplizierter werden. Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte nach einem Treffen mit seinem tschechischen Amtskollegen Dan Tok: "Wir sind uns einig, dass wir beim Ausbau der Bahninfrastruktur dringend schneller vorankommen müssen."

Herrmann vereinbarte mit Tok eine Initiative zur Stärkung des Zugverkehrs zwischen Bayern und Böhmen. So sollen die Planungen zur Elektrifizierung der Strecke von Regensburg über Schwandorf und Furth im Wald zur Grenze forciert werden, ebenso der Ausbau der Magistrale Franken-Sachsen, von der aus Verbindungen nach Tschechien abzweigen.

Dritte wichtige Komponente sei der Lückenschluss zwischen Selb und Asch auf tschechischer Seite. In Tschechien haben die Bauarbeiten dazu bereits begonnen, in Bayern sollen sie demnächst starten. Möglicherweise können dann bereits im Dezember die ersten Züge rollen. Damit gäbe es dann wieder Direktverbindungen von Hof nach Cheb (Eger). Die Gesamtkosten für das Projekt Selb-Asch bezifferte das Ministerium auf 20 Millionen Euro.

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol begrüßte die Offensive, forderte aber auch, dass der Freistaat nicht nur für die Strecke Regensburg-Schwandorf-Furth im Wald und die Verbindung über Marktredwitz in Planungsvorleistung gehen solle, sondern auch für die Strecke Nürnberg-Amberg-Schwandorf.
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