Mehrheit akzeptiert Streik bei der Post
Kurz notiert

Berlin.(dpa) Auch nach fast vier Wochen mit Einschränkungen in der Brief- und Paketzustellung findet der Streik der Postbeschäftigten einer Umfrage zufolge noch großen Rückhalt in der Bevölkerung. Wie das Meinungsforschungsinstitut You Gov in einer am Freitag veröffentlichten Befragung ermittelte, haben 63 Prozent der Bundesbürger Verständnis für den Arbeitskampf. Nur 29 Prozent lehnen ihn kategorisch ab. Insgesamt 42 Prozent der 1370 Befragten gaben an, durch den Streik bereits wichtige Post zu spät bekommen zu haben. Stadtbewohner klagten dabei häufiger über verspätete Post, als Kunden auf dem Lande. Der Anteil derjenigen, die bislang nach eigenen Angaben schadlos durch den Arbeitskampf kamen, war mit 45 Prozent aber noch etwas größer.

Massen an Infopost lagern noch

Weiden/Amberg. (blu) Neben wichtigen Briefen und Paketen stranden während des Poststreiks auch Massen an Wurf- und Infosendungen. Das Unternehmen hebt diese auf und mietet auch zusätzliche Flächen an, wenn der Lagerplatz nicht ausreicht. Dass Infosendungen geschreddert würden, wie Verdi-Gewerkschaftler Matthias Thun vergangene Woche im Gespräch mit unserer Redaktion sagte, sei nicht richtig. Lediglich die Werbebroschüre der Post, "Einkauf aktuell", sei geschreddert worden, stellt Post-Pressesprecher Erwin Nier richtig. Sowohl die unadressierten Wurfsendungen als auch adressierte Infopost werde entweder vom Auftraggeber zurückgerufen oder nach dem Streik ausgeliefert. Dass dann auch Sendungen im Briefkasten liegen, die bereits seit Wochen veraltet sind, könne er nicht ausschließen.
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